ElbFürsorge
Kontakt aufnehmen WhatsApp
040 740 60 600 info@elbfuersorge.de Saselheider Straße 78, 22159 Hamburg

Entlastung für Angehörige

Freiraum, der pflegenden Angehörigen guttut.

Eine feste Begleitung schafft Zeit für Beruf, Kinder, Termine, Erholung oder einfach eine eigene Stunde – organisiert von jemandem, dem man vertrauen kann.

Angehörige gewinnt Freiraum

Überblick

Für wen ist die Entlastung gedacht?

Wer sich regelmäßig um einen Angehörigen kümmert, organisiert oft nebenbei einen zweiten Alltag: Termine, Anrufe, Besuche, kleine und große Aufgaben, die sich zwischen Beruf und eigenem Leben kaum unterbringen lassen. Dieser Bereich richtet sich an pflegende und betreuende Angehörige, die sich eine verlässliche Vertretung wünschen – nicht als einmalige Aushilfe, sondern als feste, wiederkehrende Größe im Alltag.

Im Mittelpunkt steht nicht die einzelne Aufgabe, sondern die Frage, was tatsächlich Freiraum verschafft: ein fester Nachmittag für Termine, ein Abend für sich selbst, oder das Wissen, dass jemand Verlässliches da ist.

Für andere da zu sein, ohne sich selbst zu verlieren – eine feste Vertretung macht genau das möglich.

Was zur Entlastung gehören kann

  • Eine feste, wiederkehrende Vertretungszeit, auf die sich die Familie einstellen kann
  • Übernahme von Begleitung, Gesellschaft oder ausgewählten Aufgaben während dieser Zeit
  • Kurzfristige Vertretung bei einzelnen Terminen, sofern Kapazitäten vorhanden sind
  • Ein offenes Gespräch darüber, was im Alltag der Angehörigen wirklich entlastet
  • Abstimmung mit bestehenden Unterstützungsangeboten, etwa Pflegediensten oder Tagespflege
Übergabe zwischen Angehöriger und Betreuungsperson

Kleine, feste Hilfen können oft mehr bewirken als seltene, große Entlastungen. Eine verlässliche Vertretung bedeutet nicht, Verantwortung abzugeben, sondern sie zeitweise zu teilen.

Ablauf einer Zusammenarbeit

1

Erstgespräch

Die Situation der Familie und der gewünschte Freiraum werden gemeinsam besprochen.

2

Konkrete Absprache

Ein fester Rhythmus, Aufgaben während der Vertretungszeit und Ansprechpartner werden festgelegt.

3

Start der Entlastung

Die vereinbarte Vertretungszeit beginnt und wird zu einem festen Teil des Alltags.

4

Regelmäßiger Austausch

Der Umfang wird angepasst, wenn sich die Situation der Familie verändert.

Freiraum besprechen?

Ein erstes Gespräch klärt, welcher Rhythmus wirklich entlastet.

Kontakt aufnehmen

Die Entlastung für Angehörige ersetzt keine medizinische Behandlungspflege und keine körperbezogenen Pflegeleistungen, die eine fachliche Qualifikation voraussetzen. Sie ergänzt bestehende Unterstützung – etwa durch einen Pflegedienst – um die praktische und persönliche Seite des Alltags.

Häufige Fragen

Fragen zur Entlastung für Angehörige

Das hängt von den vorhandenen Kapazitäten und dem gewünschten Rhythmus ab. Nach dem Erstgespräch lässt sich in der Regel schnell einschätzen, was zeitlich realistisch ist und ab wann eine feste Vertretung möglich wird.

Für eine einmalige, wöchentliche Vertretungszeit lässt sich meist schneller ein Platz finden als für einen sehr umfangreichen, mehrtägigen Bedarf – das wird im Erstgespräch offen eingeschätzt.

Ja. ElbFürsorge übernimmt die praktische und persönliche Alltagsseite und lässt sich gut mit medizinisch-pflegerischen Leistungen eines Pflegedienstes kombinieren. Zuständigkeiten werden vorab klar voneinander abgegrenzt.

So lässt sich zum Beispiel die medizinische Versorgung durch den Pflegedienst mit einer festen Begleitzeit für Gespräche, Spaziergänge oder Erledigungen durch ElbFürsorge sinnvoll ergänzen.

Seit dem 1. Juli 2025 gibt es für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege einen gemeinsamen Jahresbetrag. Für das Jahr 2026 beträgt dieser bis zu 3.539 Euro pro Kalenderjahr. Ob und in welcher Form eine konkrete Unterstützung darüber finanziert werden kann, hängt von den gesetzlichen Voraussetzungen, der konkreten Leistung und dem jeweiligen Anbieter ab.

Dieser Jahresbetrag ist unabhängig vom monatlichen Entlastungsbetrag nach § 45b SGB XI und kann bei Bedarf zusätzlich genutzt werden – die genaue Kombination sollte mit der Pflegekasse abgestimmt werden.

Eine feste, verlässliche Vertretung schafft Raum für Erholung, Hobbys oder einfach ungestörte Zeit – und das oft schon nach kurzer Eingewöhnung spürbar.

Kontinuität ist gerade bei einer regelmäßigen Vertretung wichtig, damit Vertrauen entstehen kann. Ob durchgehend dieselbe Person zur Verfügung steht, wird im persönlichen Gespräch besprochen und hängt von der vereinbarten Regelmäßigkeit ab.

Bei Urlaub oder Krankheit der festen Ansprechperson wird nach Möglichkeit rechtzeitig informiert und eine Vertretung organisiert, damit der vereinbarte Termin nicht ausfallen muss.

Pflegekassen und die Hamburger Pflegestützpunkte beraten unabhängig von der Kassenzugehörigkeit zu Pflege, Betreuung und Finanzierung. ElbFürsorge erläutert gerne die eigene Leistung, ersetzt aber keine verbindliche Entscheidung der Pflegekasse.

Gerade bei der Kombination mehrerer Leistungen – etwa Entlastungsbetrag, Verhinderungspflege und private Vereinbarung – lohnt sich ein gemeinsames Gespräch mit der Pflegekasse, um Doppelungen oder Lücken zu vermeiden.

Kosten für eine Vertretung können unter bestimmten Voraussetzungen als haushaltsnahe Dienstleistung nach § 35a EStG geltend gemacht werden, sofern sie nicht bereits über die Pflegeversicherung erstattet wurden. Eine doppelte Förderung ist ausgeschlossen.

Sind mehrere Angehörige an der Betreuung beteiligt, kann die Vertretungszeit so geplant werden, dass sie sich sinnvoll in den bestehenden Ablauf einfügt. Eine Abstimmung zwischen den Beteiligten hilft, Doppelungen zu vermeiden.

Eine feste Vertretungszeit an bestimmten Wochentagen kann so gelegt werden, dass sie sich mit Arbeitszeiten oder Terminen der Angehörigen verträgt.

Auch wenn Angehörige selbst weiter entfernt wohnen, kann die Organisation vor Ort übernommen werden. Regelmäßige Rückmeldungen halten sie über die Situation auf dem Laufenden.

Im Erstgespräch wird offen besprochen, was im Alltag der Angehörigen tatsächlich entlastet – das kann von festen Terminen bis zu spontanem Freiraum reichen.

Gemeinsam wird geschaut, welcher Wochentag und welche Uhrzeit im Alltag der Familie am meisten Freiraum schaffen – und dieser Rhythmus lässt sich bei Bedarf jederzeit weiterentwickeln.

Die vereinbarte Vertretungszeit kann bei Bedarf pausiert und später wieder aufgenommen werden, etwa während eines gemeinsamen Familienurlaubs.

Verändert sich der Pflege- oder Betreuungsbedarf, lässt sich der Umfang der Entlastung gemeinsam anpassen.

Ja, wie die gewonnene Zeit genutzt wird, bleibt ganz den Angehörigen überlassen – ob für Termine, Sport, Freunde oder einfach Ruhe.

Verhinderungspflege wird nicht im Voraus beantragt, sondern nach Inanspruchnahme mit Belegen bei der Pflegekasse abgerechnet. Die Frist dafür endet mit Ablauf des Folgejahres.

Es gibt keine feste Mindestdauer; auch kürzere Vertretungszeiten von ein bis zwei Stunden sind möglich, sofern sich das organisatorisch sinnvoll umsetzen lässt.

Bei Menschen mit Demenz ist Kontinuität besonders wichtig. Nach Möglichkeit wird eine feste Betreuungsperson eingeplant, damit sich Vertrauen aufbauen kann.

Eine kurze Rückmeldung nach dem jeweiligen Termin kann vereinbart werden, damit Angehörige informiert bleiben, ohne selbst vor Ort sein zu müssen.

Eine zusätzliche vertraute Person kann für den pflegebedürftigen Menschen eine willkommene Abwechslung und neue Gesellschaft bedeuten.

Über eine feste Entlastung sprechen?

Ein erstes Gespräch klärt, welcher Rhythmus im Alltag tatsächlich Freiraum schafft.

Kontakt aufnehmen